Logophobie überwinden – was hilft gegen Redeangst?

Logophobie ist die Angst, vor anderen Menschen zu sprechen. Sie äußert sich in vielen verschiedenen Formen: Die Stimme zittert, die Hände werden feucht oder das Gesicht wird rot. Die Betroffenen tun sich schwer damit, vor einer Gruppe von Menschen – oder auch vor einer einzelnen Person – zu sprechen. Hier liest Du, wie Du Logophobie überwinden und überzeugende Vorträge halten kannst.




Wie entsteht Logophobie?


Menschen werden nicht mit Logophobie geboren. Oft entsteht die Redeangst durch traumatische oder sehr negative Erlebnisse, die lange im Gedächtnis des Betroffenen bleiben. Hast Du zum Beispiel zu Referaten aus der Schulzeit ein schlechtes Feedback erhalten oder hast Du miterlebt, wie Dein Mitschüler für kleinere Versprecher während eines Vortrags ausgelacht wurde, kann es passieren, dass Du eine Hemmschwelle aufbaust. Möchtest Du nun im Rahmen Deines Berufs eine Rede halten, fällt Dir das freie Sprechen vor Menschen unter Umständen schwer.

Das liegt daran, dass sich die negativen Situationen aus Deiner Vergangenheit in Deinem Kopf eingebrannt haben. Dein Gehirn versucht naturgemäß, Dich zu beschützen. Nimmt es nun eine ähnliche Situation wahr, aktiviert es den sogenannten Fight-or-Flight-Mechanismus: Es sieht Deinen Körper einer Gefahr ausgesetzt, auf die es mit Stress reagiert. Infolgedessen kann eine erhöhte Nervosität auftreten, die von Lampenfieber hin zu der völligen Unmöglichkeit reichen kann, vor anderen zu sprechen.



Logophobie überwinden – Tipps gegen die Redeangst


Übung macht den Meister


Für viele ist das Sprechen vor einer Menschengruppe ein großer Schritt aus der eigenen Komfortzone. Wie also wirken all die professionellen Redner so gelassen, wenn sie auf der Bühne stehen? Die meisten von ihnen hatten selbst zu Beginn ihrer Karriere Lampenfieber. Sie haben sich aber immer und immer wieder ihren Ängsten gestellt und trotz ihrer Nervosität einen Vortrag nach dem nächsten gehalten.

Nimmst Du eine Handlung oft genug vor, wird sie zur Routine. Eine routinierte Situation wird eines Tages zu Deiner Komfortzone. Das liegt daran, dass Dein Gehirn mit der Zeit wahrnimmt, dass von ihr keine Gefahr ausgeht. Es erlaubt Dir zunehmend, Dich zu entspannen und gelassen Deine Rede zum Besten zu geben.

Die meisten von uns haben nicht die Möglichkeit, andauernd Vorträge vor einem größeren Publikum zu halten. Du kannst aber klein anfangen: Übe verschiedene Reden vor Deinen Freunden oder Deiner Familie oder auch nur vor Deinem Spiegelbild. Mit jedem Mal wirst Du selbstsicherer und meisterst Deine „richtige“ Präsentation dann umso besser.




Selbstbewusstsein steigern


Eine häufige Ursache für Redeangst ist ein vermindertes Selbstwertgefühl. Möchtest Du Deine Logophobie überwinden, kann es Dir helfen, Dein Selbstbewusstsein zu steigern. Schließlich ist es allein Dein Kopf, der aus einem Vortrag eine bedrohliche Situation macht. Menschen mit einem guten Selbstbewusstsein nehmen sie aber anders wahr: Sie sehen nicht die Möglichkeit, Fehler zu machen und sich selbst zu blamieren, sondern andere zu beeindrucken. Gehst Du mit dieser Einstellung in Deine Präsentation, kannst Du der Situation etwas Positives abgewinnen. Schließlich hast Du die Chance, Deine Zuhörer zu begeistern, wodurch sich unter anderem berufliche oder private Möglichkeiten eröffnen.

Für diesen Gedankengang ist aber ein gewisses Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die eigene Person notwendig. Dein Selbstbewusstsein kannst Du auf ganz verschiedene Weisen steigern: Gehe Hobbys nach, die Dir liegen und Spaß machen und verbringe Zeit mit Menschen, in deren Gegenwart Du Dich gut fühlst. Wage auch gelegentlich etwas Neues. Entdeckst Du neue Stärken oder schließt Du neue Freundschaften, stärkt dies das Selbstbewusstsein und hilft Dir auch dabei, Logophobie zu überwinden.

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